Kajaken im Tasman

15.March 2009 - Blenheim


Das ist jetzt auch schon wieder eine Woche her, unglaublich wie die Zeit vergeht...
Letzten Donnerstag sind wir erstmal rauf nach Havelock um uns die Sounds anzuschauen. Es gibt da ein kleines Schiff das im Pelorus Sound den wenigen Leuten die dort wohnen die Post bringt und abholt und auch ein Paar Passagiere mitnimmt. Das haben wir also gebucht. Eigentlich wars auch ganz schoen, aber viel zu lang. 6 Stunden gings und dafuer gabs eigentlich nicht genug zu sehen. Was allerdings interessant war waren die ganzen Muschelfarmen (Havelock ist ganz stolz das Greenshell Mussel Capital of the World). Wir konnten sogar beobachten wie die Muscheln auf 2 verschiedene Arten geerntet werden. Die haben uns auch gleich eine Tuete frische Muscheln geschenkt!

Anschliessend haben wir in Motueka uebernachtet und sind am Freitag morgen schon ganz hibbelig raus in den Nationalpark nach Marahau gefahren.
Hab mir schon unterwegs gedacht, ohoh, die See sieht garnicht gut aus und tatsaechlich, unser Trip war gecancelled. Na prima. Allerdings meinten sie dass die Vorhersage fuers Wochenende besser ist. Also haben wir aus unserem 3 - einen 2 Tagestrip gemacht und sind zurueck nach Motueka, unser Zimmer war sogar noch frei.
Samstag morgen dann strahlender Sonnenschein, hurra! In Marahau haben wir dann die anderen Mitglieder unserer Gruppe um Guide Luke getroffen: 2 Amerikaner, 2 Briten und 2 Hollaender.
Erst kam die Pflicht, Fussstuetzen anpassen, Westen verteilen, Brille festhalten!! (It's all about looking good!) und den Notfall ueben (Holy crap strap).
Dann die Kuer, Luke versucht den Coolnessfaktor seiner Crew zu erhoehen, gab aber eher Zwerchfellmuskelkater...
Und dann das Aquataxi, haha! Das ist echt irre, man steigt direkt vorm Haus ins Boot, das an einem Traktor haengt und der faehrt einen dann so 2km ins Meer. Schaut unglaublich lustig aus wenn da so 10 Schlepper ballettmaessig durchs Wasser kurven.
Ein bisschen Wind war noch uebrig von gestern und es gab ganz nette Wellen, so dass das Boot regelrecht abgehoben ist.
In Totaranui gings dann endlich aufs Wasser und was fuer eins! Flaschengruene See mit goldenen Sandstraenden, direkt dahinter der sattgruene Regenwald und ueber allem ein strahlend blauer Himmel! Wir konnten gleich am Anfang ein bisschen Segeln und waren noch keine 200m weit gekommen, da waren schon die ersten Seehunde da. Beim Mittagessen konnten wir dann sogar die Welpen sehen, die direkt neben uns auf ihren Steinen lagen. Einmal kam sogar ein Pinguin am Boot vorbeigeschwommen!
Abends wurden die Zelte am Strand aufgebaut und Luke hat ein Abendessen samt Nachtisch gezaubert und uns die ganze Zeit erzaehlt, von Maori Mythen, geschichtlichen Anekdoten und lokalen Besonderheiten bis zu eigenen (peinlich/lustigen) Erlebnissen.
Dann gabs sogar noch was zu feiern, unsere Englaender haben sich verlobt, ganz romantisch am Strand bei Mondaufgang!
Ausserdem gabs auch noch eine kleine Gluehwuermchenhoehle direkt am Strand.
Vorm schlafengehen fragt Luke noch ob wir auch alle einen Stock im Zelt haben um die Possums abzuwehren. Wir hielten das natuerlich fuer einen Witz, aber es wurden tatsaechlich 2 Zelte attackiert.
Der naechste Tag war ziemlich gemuetlich, wir sind die Kueste entlang gegondelt und in ein paar Lagunen rein, einmal konnten wir sogar ein bisschen Brandungssurfen, soweit das mit unseren ewiglangen vollgepackten Kajaks eben ging. Mittagspause war ziemlich kurz, weil wir treffsicher die einzige Bucht im Park ausgesucht hatten die von ca. 60 Killerwespen bewohnt wird, die schaetzungsweise 2 Wochen nichts gegessen hatten und das jetzt freudig nachholen wollten. Dafuer war der Rest der Tour wieder traumhaft (nur dass es inzwischen vielleicht ein bisschen zuuu heiss war), mit vielen Seeloewen, Kormoranen, Kingfishern und wieder einem Pinguin ganz nah am Boot und das Ganze war viel zu schnell vorbei.