Die Ankunft in Brisbane war echt nicht schön. Es war am Regnen, wir waren müde, hungrig und maulig und da die Entscheidung gleich nach Brisbane weiter zu fahren ziemlich überstürzt war, hatten wir noch gar keine Unterkunft rausgesucht. Nachdem wir ein paar Taxis angehalten hatten konnte uns endlich einer weiterhelfen und hat uns zum nächsten Hostel gebracht. Wir haben unsere Sachen abgestellt und während wir beim Essen saßen, habe ich eine SMS bekommen. Iris und ich hatten uns auf der langen Zugfahrt bei ein paar Jobs beworben und ich hatte soeben eine Antwort erhalten. Wir waren tierisch aufgeregt und haben sofort angerufen. Nach 2 Tagen hat sich dann herausgestellt? Wir haben einen Job in einem Pub/Hotel im Outback. Wir werden in unserem eigenen Haus wohnen, eine maximal 40 Stunden Woche haben, freies Essen und 350 $ die Woche. Es sei ein drei Straßen Dorf, hat man uns vorgewarnt?. Wir hatten ja keine Ahnung was uns erwartet. Unser Flug zum wohl kleinsten Ort der Welt würde in 3 Tagen Brisbane verlassen. Wir wussten, wir müssen jetzt alle Vorzüge einer Großstadt genießen und müssen uns keine Sorgen um Geld machen. Wir haben jeden Morgen im besten Café der Stadt gefrühstückt, wir haben den ganzen Tag Brisbane und seine Shoppingcenter unsicher gemacht und waren jeden Abend in mindestens 3 verschiedenen Clubs. Für drei Tage waren wir keine obdachlosen Backpacker, sondern richtige City Girls! Und an unserem letzten Tag war leider das ganze City Center abgesperrt, überall standen Polzisten mit sicherheitsweste und Waffe, Hubschrauber kreisten über unseren Köpfen und Panzerähnliche Fahrzeuge rollten durch die Fußgängerzone. Ein geistig verwirrter Mann lief mit einer geladenen Waffe durch die Straßen und schoss.
Um 5.00 Uhr in der Früh ging unser Flieger. Wir haben die ganze Nacht durchgefeiert und dachten wir könnten ja im Flugzeug schlafen. Leider ging der Flug nur 2 Stunden. Kurz vor der Landung ein neugieriger Blick aus dem Flugzeugfenster: Jup, nichts? nur grüne Felder? sonst nichts. Iris ist echt nervös geworden neben mir. Und ich dachte: willkommen am Ende der Welt.