Eine kleine Zusammenfassung unserer bisherigen Erlebnisse, Eindruecke und Erfahrungen auf der Gewuerzinsel . Seit unserem letzten Bericht sind wir weit gekommen trotz vieler Staedte die wir auf unserem Weg durchquert haben, sind wir so gut wie gar nicht an gutes Internet gekommen weshalb wir uns fuer einen finalen zusammenfassenden Bericht entschieden haben welcher nicht so sehr ins Detail geht wie unsere vorherigen. Das duerfte einige von den Lesern wohl freuen dass sie diesmal nicht von einem Block Text erschlagen werden. Jeden den die Details interessieren dem koennen wir hinterher ja immernoch davon berichten.
Inzwischen haben wir uns viele hundert km bis nach Vohemar durchgeschlagen welches ganz im Nordosten von Madagaskar liegt. Der gesamte Nordosten Madagaskars gilt als der Teil der noch am meisten Vorkommen des urspruenglichen Regenwaldes birgt. Abgesehen vom im Regenwald typischen Tropenwetter spuert man allerdings auch hier die negative Auswirkungen der kontinuierlichen Abholzung durch Brandrodung fuer Ernteflaechen oder das faellen von Tropenholz fuer Exportzwecke. Vor dem Massiven Einfluss durch den Menschen war die gesamte Insel von Endemen Waeldern bedeckt. Heute sind rund 97 Prozent dieses Urwaldes verschwunden. Die zum Teil vernarbte und durch Errosion entstellte karge Huegellandschaft macht dies fuer uns deutlich. 3 Prozent Restwald moegen einem nicht viel erscheinen, dennoch gilt Madagaskar im Vergleich als einer der bewaldesten Flecken der Erde. Es gibt hier immernoch ein einmaliges Naturvorkommen wohl deshalb weil die Menschen immernoch sehr weit entfernt von unseren westlichen Standarts leben.
Waehrend der Reise veraendern sich alle 100 bis 200 km deutlich die Vegetationszonen, Voelkergruppen mit deren typischen Essgewohnheiten, Haeuserbauten und Dialekten. Obwohl wir Woche fuer Woche neue Woerter fuer den Alltagsgebrauch dazulernen faellt es uns schwer die Madagassen zu verstehen. Eigentlich ist die Sprache an sich grammatikalisch einfach nur die Aussprache macht es einem oftmals schwer. So kommunizieren wir meist mit Haenden und Fuessen gemischt mit einigen Brocken Franzoesisch und unserem Madagassischen Wortaersenal. Ela nimmt es vor allem mit dem Madagassisch pauken sehr Ernst und nimmt sich immer wieder Zeit mit dem Woerterbuch zu lernen oder unsere madagassischen Guides auszufragen. Dies zahlt sich vor allem beim Aushandeln von Preisen auf den Maerkten aus. Mehr noch beim Handeln des Preises fuer unser Hauptverkehrsmittel, des Buschtaxis. Wir haben zusammengenommen viele Tage im Buschtaxi verbracht. Dafuer sind wir sehr weit gekommen, haben viele Landschaftsbilder, Nationalparks und Orte entdecken koennen.
In unserem letzten Bericht haben wir davon erzaehlt dass wir den Zug von Manakara nach Fianarantsoa nehmen wollen. Beide Staedte befinden sic him suedlichen Zentrum Madagaskars. Die Fahrt war zwar sehr lange (16 Std.) dafuer aber umso reizvoller, da sich die Diesellok durch dichte Waelder an kleinen Doerfchen vorbei durch randiose Landschaften schlaengelt. Es gab auch am Zug wie auch so typisch am Buschtaxi einige Pannen. Wie z.B. als wir ploetzlich rund 10 km rueckwaerts fuhren um einen verlorenen Guterwagon voll mit Bananen wieder aufzusammeln welchen wir unbemerkt verloren hatten. Es gab waehrend der vielen Stopps eine reiche Auswahl an Snacks welche einem durchs Zugfenster von einer Horde fliegender Haendler angeboten wurden. Im mittleren Sueden angekommen haben wir eine 5 taegige Wanderung ins Andringitra Gebirgsmassiv unternommen und dabei noch den 2 groessten Berg der Insel, den Pic Boby mit 2658 Metern, bestiegen. Die Landschaft war von Bergen mit gruenen Taelern, Wasserfaellen, Buschland und abgeschiedenen kleinen Doerfern gepraegt. Eine super Tour!!!