Nun folgt also der zweite Reisebericht. Ich hab mich nach einigen Tagen in Melbourne am 15.3. auf den Weg gemacht, um mehr von Australien zu sehen. Um nicht allein unterwegs zu sein, hab ich mich entschieden, eine Tour zu buchen. Die hat 3 Tage gedauert und mich schließlich in die Hauptstadt eines weiteren australischen Staates geführt ? nach Adelaide in South Australia.
Bis es soweit war, ging es aber erstmal einen vollen Tag die Great Ocean Road entlang. Diese Küstenstraße bietet wirklich ein paar tolle Aussichtspunkte und schöne Strände, auch wenn es zum Baden ein wenig zu kalt war. Der Abend endete mit einem Sonnenuntergang an den 12 Aposteln, einer ganz nett anzusehenden Felsformation im Meer. Leider blieb die erhoffte Romantik des Naturschauspiels ein wenig auf der Strecke, da die Sonne am Horizont hinter Wolken verschwand. Aber unser Tourguide meinte, dass wohl nur knapp 10 aller Sonnenuntergänge dort richtig super sind?.
Geschlafen wurde dann in einem Hostel und das so ziemlich in der Pampa. Da blieb dann unser DVD gucken nicht viel für die Abendgestaltung ? Am nächsten Morgen ging es früh wieder zu den 12 Aposteln (unser Hostel war direkt in der Nähe) und wer wollte, konnte einen Helikopterrundflug machen. Kostenpunkt 75 Dollar für 10 Minuten und das bei starker Bewölkung. Das hab ich mir gespart, will ja meine Dollar noch ein wenig beisammen halten!
An diesem zweiten Tag haben wir dann die Küste verlassen und uns ins Landesinnere begeben. Dort waren ein Stück Regenwald zu bestaunen ? ich wusste bis dahin gar nicht, dass es den auch dort gibt. Die Riesenbäume, die da wuchsen, waren schon beeindruckend.
Am späten Nachmittag kamen wir dann im nächsten Hostel an und wer wollte, konnte in den Grampians (ein Nationalpark) wandern gehen. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Nach etwa 2 Stunden kraxeln und tollen Aussichten auf ganz viel Grün wartete dann ein `Barbie` (wie die Aussies ihr heiß geliebtes Barbeque nennen) auf uns. Während die Känguruhs auf einer Wiese uns gegenüber saßen, aßen wir dann also ihre Freunde ;)
Ich muss sagen, dass das Fleisch sehr lecker schmeckt. Und da es hier günstiger ist als Rind, wird ich das wohl noch häufiger essen. Dann dämmerte es und über uns flogen gefühlte 500 Kakadus hinweg, die sich einen Schlafplatz suchten. Also auch diese Unterkunft war wieder mitten in der Natur. Ach und bevor ich`s vergesse, auch Koalas waren auf dieser Tour zu sehen. Die machten es sich im Gelände eines Campingplatzes auf den Bäumen gemütlich ?
Ich hab nun also die wichtigsten australischen Tiere schon gesehen. Sind schon sehr niedlich. Die anderen ? bösen ? Tiere haben mich zum Glück noch verschont.
Die Tour endete dann am dritten Tag in Adelaide. Ich mag die Stadt, hier gibt?s viele schöne alte Kirchen und vor allem: Fahrräder können kostenlos ausgeliehen werden. Das hab ich auch ausgenutzt und mich mit dem Rad entlang eines Flusses zum Strand begeben. Herrlich. Der Rückweg war dann allerdings nicht mehr so prima, ich wollte einen anderen Weg wählen und da führte dann die Fahrradspur direkt neben einer 2-spurigen Straße entlang. Naja, Fahrrad fahren ist hier halt noch nicht allzu verbreitet, viele machen das wirklich nur, um Sport zu treiben. Als normales Transportmittel wird es doch eher selten genutzt.
Am Samstag war das Wetter dann so schön und vor allem warm, dass ich mal wieder baden gehen konnte. Das Wasser war hier weitaus angenehmer als in Melbourne. Und die Haie, die hier wohl des Öfteren unterwegs sind, waren auch nicht zu sehen.
Am nächsten Tag war es leider wieder grau und weniger warm, weshalb ich mich auf den Weg nach Hahndorf machte. Das ist ein kleines Örtchen in den Adelaide Hills, was 1839 von (wer hätte das vermutet, bei dem Namen) deutschen Auswanderern gegründet wurde. Es gilt als erste deutsche Siedlung in Australien. Deshalb gibt es da auch heute noch kleine Läden, die deutsche Produkte verkaufen. Von Pfanni-Knödeln über Schwartauer Marmelade bis hin zu Leberwurst ist da alles zu haben, allerdings wird preislich ordentlich zugeschlagen. Die Schwartauer Konfitüre Extra z.B. für 7,50 pro Glas. Aber man kann ja auch nur so schauen und kosten. Das war nämlich beispielsweise bei der Salami und vor allem bei richtig leckerem Käse erfreulicherweise möglich.
Gleich geht der Flieger nach Sydney, wo ich von meiner Familie abgeholt werde. Mal sehen, wie es dann weiter geht? Liebe Grüße erstmal wieder an alle zu Hause!