Von Sternen und Streifen zum Ahornblatt

24.June 2012 - Jasper


Hi,

man muss ja sagen das Goliath (unser Van) uns immer treu ist aber der Fakt, dass die Kühlung nicht funktioniert bringt einen schon ziehmlich ins Schwitzen wenn man in der Wüste Nevada und Utha unterwegs ist. Da kam es uns gerade recht das bei unseren nächsten Stop ein See war. Es folgten zwei atemberaubende Tage im Zion Nationalpark und im Bryce Canyon Nationalpark. Ich könnte gar nicht sagen welcher der schönere ist, Zion mit seinen hohen Schluchten immer enger werdenden, die man bei einer Wanderung im Fluss bestaunen und am Ende sogar berühren kann oder die von scheinbar zauberhafter Hand geformten Felsformationen im Bryce. Auf jedenfall beide einen Besuch werd aber nicht genug für unseren Reisehunger. Also ging es weiter über Salt Lake City und Jackson in den Grand Teton NP, Karen´s erstes Bärerlebnis folgte und die oder wir glücklichen hatten gleich das vergnügen mit einen Grizzly. Es folgte der Yellowstone NP der uns zwei Tage begleitete. Wenn man diesen NP beschreiben sollte dann fällt mir glaub ich als erstes faule Eier ein, aber das würde wohl nur den Geruch von all den Gysieren und heißen Quellen beschreiben. Die Tatsache das man sich auf einen noch aktive Vulkan bewegt und es einen Tag bevor wir ankamen geschneit hatte verwirrt einen dann schon aber man befindet sich auf über 2000m Höhe. Blaue Seen, Berglandschaften, Wasserfälle und Canyon, dazu jedemenge wilde Tiere und nicht zu vergessen gefühlte 5000 Gysiere beschreiben Yellowstone dann doch recht gut.
Nach einen Tag auf Achse und ein bissel shoppen in Montana (keine Steuern ;-)) erreichten wir den Glacier NP und auch die Tatsache das der Pass der durch den Park führt geschlossen war, könnte das Bild von diesen NAtionalpark nicht drüben. Wer Berglandschaften liebt der sollte sich diesen Park mal auf seine To-Do-Liste schreiben. Der ganze Park kommt ein wie gemalt vor, Berge mit Schnee und Gletschern um die Gipfel, dazu weite Täler in denen sich Bergflüsse den Weg zu Türkisblauen Seen suchen. Ich konnte mich kaum aufs fahren konzentrieren doch auf den Weg zur kanadischen Grenze musste ich dann all meine Sinne zusammen nehmen, als eine Braune Stange mitten auf der Straße sich plötzlich in einen 2 Meter großen Elch verwandelte. Geflasht wie wir waren ging es zum Grenzübergang und nach einer weiteren Nacht fuhren wir wieder zurück zum Funpark in Fairmont, von wo aus wir 3 Wochen zuvor unseren Trip gestartet hatten. Nach 4 Nächten im gewohnten Umfeld und ein paar geschlagenen Golfbällen später starteten wir am 20 Juni mit unseren zweiten Roadtrip. Die erste Etappe führte uns nach Lake Louise, wo das türkisblau der Seen im GlacierNP nochmals getoppt wurde. Wir machten uns auf für ein paar Wanderungen und fanden ein paar schöne Plätze wo man die Aussicht über den See und den ganzen Tal wirklich genießen konnte. Wir blieben 3 Nächte in diesen Naturzauber, der nur durch die Anzahl der Touristen, mit der man sich die Aussicht teilen musste, getrübt wurde. Es ging weiter über den Icefield Parkway nach Jasper. Der Parkway bekommt seinen Namen von den vielen Gletschern die wie Magneten an den Berghängen kleben. Doch es ist auch ein natürlicher Augenöffner für den Klimawandel.

Wir sind nun schon zwei Tage in Jasper und versuchen die Bergidylle, die in diesen Ort herrscht, durch den Spießroutenlauf durch die regentropfen einzufangen. Nach nun 9 Monaten Kanada faszieniert mich immernoch die Landschaft hier im Westen.

Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen und hoffe wir schaffen es bis nach Alaska.......

Schöne Grüße und weiterhin viel Erfolg beim Rasenballsport

Karen&Sigmar