Teil II

26.February 2010 - New Zealand


Daumen gedrueckt, dass der naechste Tag gigantisch tolles Wetter mit sich bringt, denn wir hatten eine vierstuendige Gletscherwanderung auf dem Fox Gletscher gebucht. Und wie soll's auch werden, wenn wir am Abend zuvor unseren Pastateller schoen brav aufgegessen hatten. Sonnenschein natuerlich!! whoopdeeduu!!! So stapften wir mit unseren fetten, schweren Bergschuhen erst einmal eine halbe Std durch ein Flussbett, das frueher einmal der Gletscher ausfuellte und dann erst einmal 800 Treppen hoch, bevor wir das Eis erreichten. Mit einem Stock und Eisenzacken an den Schuhen bewaffnet erklommen wir die Eisstufen bevor wir eine Stunde auf der Eiswelt des Gletschers uns fortbewegten. Wir kamen ungefaehr 1,5km weit von der Gletscherzunge. Nach dem einmaligen Erlebnis hatten wir noch so einiges an Fahrt vor, die wir aber nur bis Haast schafften.

Nachdem wir das beruehmte Spiegelbild vom Mt Cook am Lake Matheson durch die Wolkendecke uns bildlich vorstellen mussten und sich Regina und Christiane an der Bruce Bay, die von Stein auf Stein erbauten kleinen Kunstwerke mit netten Spruechen und Gruessen aus der ganzen Welt, von Sandflies zerstachen lassen mussten. Dafuer wurden die beiden von dem immer uns begleitenden Landschaftsbild, zur Linken die Southern Alps und zur Rechten das Meer entschaedigt. Und zum Abend unser erster gemeinsamer Sonnenuntergang nach einem Beach walk und der nicht so leckeren Papadeckelpizza, ihhhh! Aber irgendwas mussten wir doch auf dem Campingplatz zwischen die Kiemen kriegen.

Am naechsten Morgen fuhren wir auf der Strasse entlang, bis wir zu einer Bucht kamen, wo wir auf ein Schild mit 'way ends here' trafen. wir sind verloren!!! :) ne, wir hatten nur nen kleinen Umweg auf uns genommen, besser gesagt verfahren, aber der kleine Abstecher in die Jacksons Bay hatte sich gelohnt. Die Zeit bei der Autofahrt verfliegt nur noch so, denn bei dem jeden Tag so gigantischen Landschaftsbild wird's einem nie langweilig und man kommt vom Staunen und Schauen gar nicht mehr raus.

Danach ging die Fahrt vorbei an okergelber sanfter Huegel - und gruener Berglandschaft, schneebedeckten Gipfeln und Seen weiter via Warnaka nach Queenstown, einem Ort mit einer riessen Pallette an Action fuer Adrenalienjunkies. Bummelten dann noch durch die Gassen von Queenstown und zur Staerkung gab's dann den langersehnten, den uns schon am Fox Gletscher schmackhaft gemachten Fergberger. Einem uebergross dimensionalen absolut lecker schmecker Burger . yammie! Danach konnten wir uns aber auch ins Hostel rollen lassen :)

Fast wie jeden Tag krochen wir auch diesen Tag ziemlich frueh aus dem Bett, denn unser Trip ging zum bekannten Milford Sound. An dieser Stelle moechte ich erwaehnen, dass es von 365 Tagen, 200 Tage regnet. Und dreimal koennt ihr raten welches Wetter wir hatten... Regen und ziemlich viel Nebel natuerlich. Die Autofahrt bis nach Te Anau dauerte ca 2 Std., dann ging der interessante Teil der Strecke los. Nochmal fuehrte uns die Strasse 2 Std. von Te Anau nach Milford Sound, ueber baumbestueckte, nebelverhangene Berge, flache Taeler und stops z. Bsp. wie am Mirror Lake. Unsere Kreuzfahrt durch die Fjordlandschaft war beeindruckend. Da es so regnete, kam von den hohen Felswaenden ueberall gewaltige Wassermassen in Form von Wasserfaellen heruntergeschossen. Den Seeloewen guten Tag gesagt und uns eine gratis Dusche von einem der maechtigsten Wasserfaelle abgeholt, da einer vom Personal sich einen Spass draus machte, die Tuer abzusperren und wir so mitten im Wasserfall standen... :) Da ham wa aber bloed aus der Waesche geguckt :) Als Entschaedigung haben wir's uns beim Thailaender gut gehn lassen.

Wenn wir dann schonmal in Queenstown, der verrueckten Stadt sind, dann wollten wir auch was verruecktes unternehmen. Also haben Regina und Christiane sich dazu entschlossen am Shotover River Raften zu gehn und sich so Ihren Spass an den schnellen Stromschnellen geholt. Bei mir sollte es eigentlich zum Paragleitflug gehn, aber der wurde leider wg unguenstigen Wetters abgesagt. Sollte wohl nicht sein...

Nachdem die beiden begeistert von Ihrer Tour zurueck waren, machten wir uns auf den Spuren der Goldsucher, denn unsere Fahrt ging durch das Central Otago, einer okergelben, sanften Huegellandschaft bis das an der Kueste liegende Dunedin. Davor liessen wir aber den wagemuetigen Bungee Springern an der beruehmten Kawaru Bruecke ihren Sprung. ahhhhhh!!! Lange hatten die Maedl's eine Verschonpause, denn an diesem Tag wurden die beiden noch in die Wunderwelt der suessen Tim Tams (Schokokekse mit unterschiedl Fuellungen) eingeweiht. :)

'Ausgeschlafen' wurde dann mal bis um 8 Uhr, denn die huegelig, schottisch gepraegte Stadt Dunedin wollte erkundet werden. Beruehmt fuer die unzaehlig vielen guten Cafelaeden und Kneipen bezeichnen die Kiwi's Dunedin auch gern als 'Saufkultur'. Mittags gab's dann unsere erste richtige Kiwi :) zum essen natuerlich :) Denn nachmittags fuhren wir vorbei an einsamen Buchten und durch eine wunderschoene Huegellandschaft verziert mit weissen Wollkneueln (Schafe). Ueber unseren Koepfen kreisten Albatrosse und nach unserem kleinen Spaziergang durch Schafweiden erreichten wir eine atemberaubende Bucht, die Sandfly Bay, an der die Wellen sich bis an den Strand ueberschlugen und eine Seehundkolonie von den Duenen aus zu beobachten war. Abends wurde dann schick dinniert und als Nachspeise ein Eischen beim MC'es :)
Bevor wir uns auf den Heimweg ins Hostel die ganzen steilen Huegel aufmachten, aber wie meinte Regina es so treffend: ' Ich spring wie ein junger Geisbock mit dem Vino' - wir hatten zuvor noch ne Flasche Weisswein... :) Beinah haett ich noch die steilste Strasse (Weltrekord) vergessen, die wir wie schnaubende Walroesser erklommen. Da moecht ich keine Einkaufstueten hochschleppen. Aber die Dunediner haben ja ihr kostenloses workout Programm jeden Tag for free :)

So jetzt ging's vom Sueden an der Ostkueste wieder hoch in den Norden, aber vorerst ein 'kleiner' Abstecher beim hoechsten Berg NZ, dem Mt Cook. Dessen Bergruecken sich gegen die beiden uns schon bekannten Fox und Franz Josef Gletscher lehnt. 'You are beautiful' passend zu dem Song fuhren wir erst ein bisschen die Kueste entlang, bevor sich immer mehr der schneebedeckten Gipfel uns zeigte. Wir hatten Glueck sein volles Gesicht zu sehn, da der Gute oft in Wolken liegt. Zu unserer Rechten immer wieder der tuerkisblaue Lake Pukaki und ueber uns ein strahlendblauer mit Schaefchenwolken geschmueckter Himmel. Gewalkt wurde noch ein bisschen zum Kea Point, wo sich leider nicht die gruenen Bergpapageien die verrueckt nach Gummi sind, zeigten. Da hatten wir unsere Spaghetti's wohlverdient. :)

Auf wiedersehn konnten wir dem schoenen Mt Cook bei Sonnenschein und strahlendblauem Himmel sagen. Bevor's durch eine Schafherde auf der Strasse und entlang am Lake Takepo, mit dem unglaublich blau-tuerkisen Wasser durch eine wie immer aufregende Landschaft zu den Hanmer Springs ging. Dort liessen wir es uns in dem schnuckeligen kleinen Hostel mit freier Eiscreme und Obst richtig gut gehn und verwoehnten uns in den heissen Quellen (Wassertemp von 36-43 Grad) von Hanmer Springs. Und konnten mit unserem Abendbierchen den wohlverdienten Schoenheitsschlaf antreten.

Den Freitag starteten wir ganz gemuetlich mit einem ausgiebig langem Eier, Toast, Kaese Fruehstueck. Die heutige Strecke war ein Katzensprung, zwar musste sich der arme kleine Flitzi Serpentinen hoch und runter kaempfen aber seine Verschnaufspause gab's in Kaikoura. Leider ist hier unsere Waltour ins Wasser gefallen, da zu hohe Wellen und Wind waren, schade... Aber dafuer hatten wir einmal einen easy going day und konnten Postkarten schreiben. Abends probierten wir Pizza's wie Hula Hula und Orange Fish und mussten uns schon mit dem Gedanken anfreunden, dass morgen unsere Faehrueberfahrt auf die Nordinsel ist.

Dem Regen davongefahren und hoch die Ostkueste vorbei an Robbenkolonien nach Picton, wo unsere Faehre nach Wellington wartete. bye Suedinsel, auf der die Berge noch hoeher aufragen, die Waelder noch eindrucksvoller sind und uns die Landschaft in Erstaunen versetzt hat. Auf geht's zur Nordinsel!

Die Faehrueberfahrt dauerte drei Stunden, anfangs fuehren wir durch die Marlborough Sounds bis wir die mit Haeusern bestueckte Huegellandschaft rund um Wellington und deren Skyline erblickten. Unser Hostel wird den Tierfreunden unter uns ein Laecheln ins Gesicht zaubern, denn wir residierten in einem Zebralook gestrichenen riessen Komplex. Abends testeten wir in der Cuba St. das Nachtleben.