Uhuuu, hier kommt das Lebenszeichen!!
Man, ich weiss garnicht wo ich anfangen soll. Aaaalso, bin mit Ralfiboy (so habe ich ihn Gedanken immer genannt) ja zwei Wochen unterwegs gewesen. Am zweiten Tag habe ich mir eigentlich gewuenscht sein Campervan "Havanna" wuerde in Feuer aufgehen nd ich muesste leider alleine weiter reisen. Musste mich zwischendurch mal auf Toilette verdruecken und einmal laut schreien, damit ich nicht voellig ausraste. Ich meine, ich bin ja schon verpeilt. Aber dieser Mensch hatte kein Plan, er meinte er waere der Schlauste unter der Sonne und war dazu auch noch voellig nervig weil wir alles zu zweit machen mussten. Ok, jetzt aber genug abgelaestert (ich hoffe er stoest nie auf diese Seite), er ist ja echt kein schlechter Mensch. Auf jeden Fall haette ich irgendwo im nirgendwo zwischen Port Augusta und Norseman sowieso nicht abhauen koennen. Wir sind dann auch ganz gut miteinander ausgekommen. In Norseman war die letzte kleine Einkaufsmoeglicheit fuer die naechsten 1000km (!!!) nach Norseman.Dann gings mit Havanna ab ins Outback. Ich sag nur IMMER geradeaus. Ich habe mich ueber jede Kurve gefreut. Der Eyre Highway (Nullabor) ging immer ein gutes Stueck am Meer entlang, sodass wir die erste Nacht ein Abstecher zum "cactus-beach" gemacht haben, der von riesigen Sandduenen umrahmt war die eher an Berge erinnert haben. Sehr impulsant! Der Abstecher hat sich also nicht nur wegen den Surfern gelohnt (aber ich hab ja sowieso neben Ralfi geschlafen). Der uebrigens bei jeder Offroadstrasse hoch herzinfaktgefaehrdet war, weil er meinte sein baby mag solche Strassen nicht!! Ist ja auch echt ne Sauerei das im australischen outback nicht jede Strasse geteert ist,ne!!?? Grrrr....!!!! Uebrigens hatte er immer irgendein Rascheln gehoert und hatte totale Angst vor Schlangen. Hab ihm erst mal erzaehlt das ich in Byron Bay fast auf ne "brown-snake" getreten waere. Die Tourenfuehrerin meinte das sie die erst das 2. mal gesehen hat und das sie zu den giftigsten Schlangen gehoert. (Habs erst nicht so geglaubt, bis ich es selbst im Museum in Sydney gelesen habe). Das hat ihn irgendwie nicht beruhigt! Hihi...
Bis nach Norseman haben wir drei heisse Tage gebraucht. Nach diesen Tagen lernt man die beeindruckenden Weiten erstmal richtig kennen. Rechts und links einfach nichts ausser rote Erde und nen bisschen Buschgestruepp. Als wir dann endlich an der Kueste in Esperance angekommen sind, wollten wir unbedingt noch zum "Cape Le Grand-NP" und dort uebernachten. Leider haben wir auf der Fahrt dort hin noch ein Kaengeruh ueberfahren, die in der Daemmerung sehr aktiv sind. Der Schock sass tief, aber Havanna ist nichts passiert und wir waren bei weitem nicht die Einzigen. Leider war die ganze Nullabor ueberseht von toten Kaengeruhs! Am naechsten Tag hat uns der angeblich "weisseste Strand ueberhaupt" ueberwaeltigt. Wir kamen uns vor wie im Paradies. Super Strand, tuerkises Wasser und kilometerweit kein Mensch. Ueberhaupt ist Westaustralien bei weitem nicht so touristisch wie der Osten, aber super schoen. Haben in den knapp 2 Wochen voellig verschiedene NP gesehen. Vom "Stirling NP" der ein bisschen an die Alpen erinnert (wir haben auch eine Moerdertour gemacht und den schwierigsten Berg des ganzen Parks erklimmt, wie uns dann spaeter die Einzigen Wanderer erzahlt haben die wir getroffen haben) bis "Walpole NP" westlich von Albany, in dem es Mammutbaume gibt die 90 Meter hoch sind und in denen man Autos parken kann. Die Kuetse des Suedwesten (Magret River) ist ueberseht mit Weinanbaugebieten und Weideland, wo wir uns in einer noblen winery den billigsten Tropfen geleistet haben. Nun bin ich in Fremantle, 19 km suedlich von Perth. Fremantle ist eine huebsche alte Kleinstadt am Meer, sodass ich nach meinem Abschied von Ralfi heute morgen noch eine Nacht hier bleibe. Morgen gehts mit der Faehre nach "Rottnest Island", die wohl sehr schoen sein soll und gut zum schorheln. Jahaaaa, ich hab mir naemlich jetzt ne Schnorchelausruestung besorgt. Ralfi hat mich angesteckt! Wir haben sogar schon wilde Delefine gesehen. Leider nicht als wir IM Wasser waren, obwohl wir wie die Irren rein gesprungen sind. :o) Morgen abend gehts dann nach Perth, wo wir gestern schon bei 37 Grad auf dem "good vibration festival" waren. Trotz das der Hauptact "The Killers" wegen Krankheit ausgefallen sind war es eine Megaparty. Hier haben festivals nicht so viel mit Rock zu tun. Es ist wie eine riesige Party und man kriegt ales zu hoeren. Selbst "Buster Rhymes" war da. Es war ziemlich abgedreht als ein einsamer DJ (Armen van Helden) auf der riesigen Hauptbuehne steht und tausend Leute eine Stunde voellig abdrehen. Sowas kanns auch nur in Australien geben. Die Australier sind die groessten Partypeople die ich je gesehen habe. Ach ja Mari, freu dich schon mal auf gossip. Die waren hammer!! Sie musste sich natuerlich auch ausziehen! :o)
Okidoki, ich werde jetzt in mein Sechser-Zimmer-Kabuff verschwinden. Stimmt es eigentlich wirklich das in deutschland schon das Streusalz aus ist? Das waere ja irre...