Hallo! Hier sind wir wieder! Diesmal haben wir uns mal nicht so viel Zeit gelassen mit dem Bericht schreiben...
Aus unserem schönen Caravanpark in Alice Springs (sogar mit grüner Wiese- man kann sagen das ist ziemlich rar in dieser Gegend) sind wir dann weiter bis nach Wycliff Well gefahren. Wir haben oft auch Wirbelstürme gesehen, die hier für die Gegend völlig normal sind. Es herrschen hier im Outback immer Temperaturen von 40°-50°C - fahren ist sozusagen die angenehmste Art "zu existieren" ;-) weil man keine Fliegen hat und man die Klima anschalten kann...also fahren wir so viel wie es geht. Ich bin übrigens letztens auch mal gefahren- das war eine Katastrophe- ich hab die Gänge gar nicht reinbekommen(die gehen so schwer bei dem Auto und dann noch mit links) - bin jedes Mal auf die andere Straßenseite gefahren beim Schalten oder hab einfach gerufen "NICO - JETZT SCHALTEN!" ;-D! Wycleff Well nennt sich selbst die Alienhauptstadt Australiens, die sollen sich nämlich dort regelmäßig blicken lassen... Es heißt, dass man schon sehr viel Pech haben muss, um kein UFO zu sehen... na klar. Wir gehören LEIDER zu den Unglücklichen, die kein außerirdisches Wesen in einer fliegenden Untertasse sehen konnten- vielleicht lag es daran, dass ich viel mehr mit der Welt unten zu tun hatte- die tausend Kakerlaken, Falter und Grashüpfer die den Zutritt zum Bad verschanzt hatten haben mich wohl ein wenig abgelenkt. Der kurze Blick in den Himmel war dennoch gigantisch- so viele Sterne haben wir glaube ich selbst auf der Whitsunday Insel nicht gesehen! Schade, dass man kein Foto davon machen kann! Am nächsten Tag (20. Februar) sollte für uns unvergesslich werden... zuerst sind wir einfach weiter auf dem Stuart Highway gefahren, dann haben wir einen kurzen Abstecher zu den Devil's Marbles gemacht-Steine bzw. Steinhaufen die aussehen, als ob vor ein paar Millionen Jahren die Dinos ihre Eier hier liegen lassen haben und sind dann weitergefahren. Als wir einen LKW überholen, wieder eingeschert haben und uns ein wenig entfernt hatten gibt es aufeinmal einen übelsten Hieb- Reifen geplatzt mit 130km/h! Wir sind natürlich erstmal hin- und hergeschlingert - zum Glück kam kein Gegenverkehr! Nico hatte ganz schön zu kämpfen das Auto auf den Seitenstreifen zu lenken... Dann hieß es- Reifenwechsel- mitten in der Pampa- schon wieder! Wir hatten nämlich erst letztens einen Platten, allerdings im Caravanpark. Da wir schon weiter nördlich waren, waren wir umgeben von Wald, hohen Gräsern und einer enormen Luftfeuchtigkeit! Nachdem Nico unser Ersatzrad draufgebaut hatte ging die Fahrt etwas geschockt weiter. 10 Minuten später- ich seh nur ein Känguru von rechts auf die Fahrbahn springen - es war so nah und schnell- Nico versucht auszuweichen- wir rutschen, es dreht uns, das Känguru kracht rechts an unsere Seite ran während wir noch über die Gegenfahrban bis in den Graben rutschen. Einen Moment später kommt ein Roadtrain an uns vorbei... währe der einen Moment eher gewesen oder der Graben etwas tiefer... Oh je! Doch wir hatten Glück im Unglück- wir kamen ganz gut aus dem Graben wieder raus, das Auto ist mit einer Beule davongekommen, das Känguru wahrscheinlich auch, denn es ist irgendwann zurück in den Wald gehüpft und uns ist auch nichts passiert! Die nächsten 60km bis zur nächsten Ortschaft wahren jedoch schrecklich- es wurde immer dunkler (eine Stunde früher als erwartet) und immer mehr Kängurus standen plötzlich auf der Straße... für uns hieß das also immer abbremsen, abblenden und hupen damit die von der Straße gehen. Die Angst war jedoch groß das wieder ein Känguru von der Seite reingehüpft kommt. Wir haben dann noch eine große Schlange überfahren (so groß wie unsere Fahrbahn), aber sind dann noch heil im nächsten Ort Mataranka angekommen- nach 700km Tagespensum. Am nächsten Tag haben wir in der nächsten großen Stadt einen neuen Reifen gekauft und uns erstmal 2 Tage "erholt"! Am 23. 2. haben wir uns den Katherine Gorge angeguckt (eine Schlucht) und sind dann bis nach Darwin gefahren. Darwin selbst ist eine sehr schöne Stadt- ein bisschen wie Cairns und es scheint sich alles um Krokodile zu drehen - es gibt sogar eine Krokodilfarm wo die Tiere gezüchtet und dann zu Handtaschen und dergleichen verarbeitet werden. Das Klima ist ein kompletter Gegensatz zu dem wo wir vorher waren- es weht sozusagen ein ganz anderer Wind - hier ist alles grün- grüner gehts nicht und es regnet und gewittert- das haben wir noch nicht erlebt! Die Luftfeuchtigkeit ist sehr sehr hoch und es fühlt sich auch immer heiß an ... man weiß eigentlich nie so richtig ob man so sehr schwitzt oder durch die Luftfeuchtigkeit nass ist... Die letzten Tage und Nächte hat es komplett durchgeregnet- es kam uns vor wie beim letzten Hochwasser in Deutschland- und es stand alles unter Wasser. Wir waren noch im Kakadu Nationalpark-der ist riesig aber leider waren sehr viele Bereiche wegen Überflutung nicht zugänglich. Dieser Park ist eigentlich wunderschön, er hat eine Artenvielfalt die es selten so gibt... Wir konnten uns abgesehen von der Natur noch Felsmalereien der Aboriginies angucken wobei manche sogar 20.000 Jahre alt waren. Jetzt sind wie wieder in Katherine und das Wetter ist hier etwas besser. Bald brechen wie wieder Richtung Queensland auf- wenn es was Neues gibt, melden wir uns!
Liebe Grüße! Freuen uns auf Deutschland!
Nico und Franzi